Zulassung, Eignungsprüfung
Die Eignungsprüfung ist ein besonderes Prüfverfahren für beruflich Qualifizierte ohne berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, gemäß der Ordnung zur Zulassung von beruflich Qualifizierten zu weiterbildenden Masterstudiengängen der Steinbeis Hochschule.
Durch die Eignungsprüfung soll festgestellt werden, ob die berufliche Qualifikation mit der eines abgeschlossenen berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses gleichwertig ist.
Die Eignungsprüfung besteht aus einer schriftlichen Ausarbeitung (Zulassungsarbeit) und einem mündlichen Prüfungsgespräch.
Ziel und Inhalte der Zulassungsarbeit (ZLA)
Das Thema muss sich auf ein konkretes Projekt beziehen und kann vom Teilnehmer selbst aus seiner derzeitigen oder früheren beruflichen Praxis selbst gewählt werden und sollte
einen klaren thematischen Bezug zum angestrebten Studiengang haben
an die eigene berufliche Praxis anknüpfen
eine theoretische Fundierung erfordern
Analyse- und Bewertungskompetenz zeigen
Im Sinne des wissenschaftlichen Arbeitens sind grundsätzlich folgende Aspekte wichtig:
Die Ergebnisse vorzustellen und kritisch zu diskutieren,
Hindernisse zu bedenken,
Umsetzungswiderstände zu reflektieren,
Problemlösungsalternativen aufzuzeigen und
Quellen anzugeben.
Gliederung und Leitfragen
1. EINLEITUNG (ca. 1 Seite)
Was sind die zentralen Rahmenbedingungen für Ihr Unternehmen und Ihr Projekt?
Wie sehen die Märkte aus? Wer sind die Kunden? Wer sind die Lieferanten?
Wie ist Ihr Projekt in diese Rahmenbedingungen eingebettet?
Was sind die grundlegenden Ziele Ihres Projekts?
2. PROBLEMSTELLUNG (ca. 4 Seite)
Was ist Ihr konkretes Problem? Was funktioniert nicht? Wo besteht der konkrete Lösungsbedarf?
Big Picture: Welche Akteure, Abteilungen oder Systeme sind beteiligt? Visualisieren und identifizieren Sie die Schnittstellen, Beziehungen oder Elemente, an denen zentrale Probleme auftreten.
Gibt es bestehende Ansätze oder Lösungen in Theorie und/oder Praxis, auf denen aufgebaut werden kann? Welche Faktoren tragen zur Komplexität des Problems bei?
Welchen Nutzen bringt die Lösung? Gibt es konkrete Einsparpotenziale und wie können diese gemessen und nachgewiesen werden (z. B. Nutzwertanalyse, Multi-Kriterien-Entscheidungsanalyse)?
3. METHODEN (ca. 5 Seiten)
Wie sieht Ihr übergeordnetes Vorgehensmodell aus (klassisch, agil, PDCA, KVP, etc.)?
Welche Methoden und -Werkzeuge setzen Sie zur Problemlösung ein (z.B. Projektmanagementmethoden wie klassisch, agil, PDCA, KVP, Projektstrukturplan (PSP), Arbeitspakete, Gantt-Diagramm, Meilensteine etc.)?
Warum wählen Sie diese Methoden und warum sind sie für das spezifische Projekt geeignet?
Besteht die Notwendigkeit, die gewählten Methoden im Hinblick auf die Problemstellung anzupassen?
Welche weiteren Analysen führen Sie durch und warum (Stakeholderanalyse, PESTL, SWOT, Risikoanalyse, Ressourcenanalyse etc.)?
Über die Projektmanagement-Methoden hinaus: Welche theoretischen Grundlagen und Modelle sind für das Verständnis des konkreten Problems relevant?
4. TRANSFER (ca. 10 Seiten)
Wie sieht die konkrete Anwendung der ausgewählten Methoden und Werkzeuge in Bezug auf Ihr spezifisches Projekt und Problem aus?
Wie messen Sie den Erfolg? Wie analysieren Sie den Nutzwert?
Berücksichtigen Sie insbesondere folgende Aspekte: Projektorganisation, Projektplan mit Arbeitspaketen, Zeitplan, Meilensteine, Stakeholder, Projektrisiken und Risikominderungsmaßnahmen, Nutzwertanalyse (quantitativ und/oder qualitativ).
Begründen Sie Ihre Überlegungen, insbesondere Ihre Einschätzung der Stakeholder-Haltung und -Einflussnahme, der Projektrisiken sowie der Nutzwertanalyse.
5. FAZIT (max. 1 Seite)
Was sind die zentralen Ergebnisse Ihrer Arbeit?
Welche derzeit nicht absehbaren Herausforderungen könnten künftig auftreten?
Welche möglichen nächsten Schritte ergeben sich nach erfolgreichem Projektabschluss?
Umfang
ca. 20 bis maximal 30 Seiten (Anhänge und Verzeichnisse nicht mitgezählt)
Abgabe
Abgabefrist: Abstimmung mit der Organisationsteam der School of Management and Technology smt@steinbeis-smt.com
Format & Aufbau: Format und Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten
Vorlage: siehe Downloadbereich (Vorlage Wissenschaftliche Arbeiten)
Dateiname: JJMMTT_Nachname_Vorname_ZLA.pdf, Beispiel: 260218_Nachname_Vorname_ZLA_pdf.
Zu beachten: Bereits beim Upload müssen Eigenständigkeitserklärung und Sperrvermerk vom Teilnehmenden unterschrieben sein.
Mündliches Prüfungsgespräch
Das mündliche Prüfungsgespräch dauert maximal 45 Minuten bezieht sich inhaltlich auf die Zulassungsarbeit. Im Sinne der umfassenden Einschätzung stehen im Prüfungsgespräch übergreifende Zusammenhänge auf Basis der schriftlichen Zulassungsarbeit im Vordergrund.
Terminvereinbarung zum mündlichen Prüfungsgespräch
Das Prüfungsgespräch findet online statt. Die Terminorganisation Organisationsteam der School of Management and Technology .